Wie lässt sich Leder versiegeln?
Leder lässt sich auf verschiedene Arten versiegeln. Idealerweise verwendet man für stark beanspruchtes Leder spezielle Lederversiegelung. Zur Rissversiegelung bietet sich Flüssigleder in der zum Leder passenden Farbe an. Alternativ kann man Leder auch mit einer geeigneten Nanoversiegelung vor Witterungseinflüssen schützen.
1. Mit Lederversiegelung versiegeln
Wenn man Glattleder oder Strukturleder versiegeln möchte, ist Lederversiegelung die ideale Wahl. Das Pflege- und Versiegelungsprodukt wird mit einem fusselfreien Tuch auf das vorab gereinigte Leder aufgetragen und zieht binnen kurzer Zeit ein. Lederversiegelung ist farblos, wodurch sie sich für alle Lederfarben eignet. Nach einer Einwirkzeit von rund 2 h wischt man mögliche Rückstände ganz einfach von der Lederoberfläche ab.
2. Mit Flüssigleder versiegeln
Will man Leder mit Rissen oder kleinen Abrieben versiegeln, eignet sich Flüssigleder optimal. Dazu reinigt man den Bereich und trägt die zähe Flüssigkeit nun aus der Tube auf. Für die Versiegelung von Rissen benötigt man nur eine winzige Menge Flüssigleder. Nachdem man einen dünnen Streifen gezogen hat, reibt man die Masse vorsichtig in die Schadstelle und wischt die Überreste weg.
3. Mit Nanoversiegelung versiegeln
Alternativ kann man Leder mit Nanoversiegelung-für-Textilien versiegeln. Diese Methode eignet sich besonders gut für Motorradsitze und andere Dinge aus Leder, die der Witterung (Regen, UV-Strahlung, Frost) ausgesetzt sind. Durch die Behandlung mit Nanoversiegelung wird das Leder wasserabweisend (Lotos-Effekt) und lässt sich obendrein leichter reinigen. Je nach Beanspruchung und Verwitterungsrisiko wiederholt man die Nanoversiegelung im Abstand von 2 oder 3 Monaten.
Video: Leder versiegeln
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Leder ist nicht gleich Leder. Es gibt Rau- und Glattleder, Wildleder und besonders luxuriöses, sehr weiches Leder. Bei der Wahl der Versiegelung ist es essenziell, ein für das jeweilige Leder und seine Struktur geeignetes Produkt zu wählen. So sollten Wildleder und Anilinleder keinesfalls mit einer klassischen (ölhaltigen) Lederversiegelung behandelt werden. Hier gibt es spezielle Pflegemittel und auch ganz andere Versiegelungen. Bei Lederimitaten empfiehlt es sich wiederum, spezielles Kunstleder zu versiegeln, um das Material vor Abrieb zu schützen.